Besuch in Lesotho – Bericht über ein lohnenswertes Projekt

Besuch in Lesotho – Bericht über ein lohnenswertes Projekt

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Wo wir waren

In Mafeteng, Lesotho, vom 30. Oktober bis 8. November 2015 mit dem Ziel, den Kontakt zur Kingsgate Primary School zu intensivieren und über eine Partnerschaft mit dem Kolleg St. Sebastian zu beraten. Das Königreich Lesotho ist vollständig vom Staat Südafrika umgeben, war keine Kolonie und litt daher nicht unter der Apartheid. Lesotho ist ein sehr armes Land (Platz 137 von 175 auf dem Human Development Index), landschaftlich sehr schön und zum großen Teil gebirgig. Lesotho hat ungefähr die Größe von Belgien und gut 2 Millionen Einwohner.

Wer wir sind

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Drei Mitglieder des Vereins Freundeskreis Kagiso Learning Aid Project

  • Bernhard Moser, Direktor des Kollegs St. Sebastian Stegen, in Lesotho zum 1.Mal
  • Dr. Walburga Rehmann-Linden, Direktorin im Ruhestand (Sprachenkolleg für studierende Ausländer, Freiburg), in Lesotho zum 2. Mal
  • Dr. Peter Krimmel, Hausarzt in Stegen bei Freiburg, in Lesotho zum 3.Mal

Warum gerade die Kingsgate Primary School?

  • weil bereits ein Kontakt zu Prof. Dr. Dieter von Willert bestand (siehe Bild der Wissenschaft, Ausgabe 09/2015)
  • weil diese Schule durch ihre Rektorin Mateboho Masiu mit Engagement, Kompetenz, Durchsetzungskraft und zugleich mit Teamfähigkeit geführt wird
  • weil Frau Masiu Interesse an einer Partnerschaft mit einer Schule in Deutschland hat
  • weil das Kollegium dieser Schule motiviert und an einer Fortentwicklung der Schule in Lesotho interessiert ist
  • weil diese Schule die beste im ganzen Distrikt ist
  • weil die Kinder lernbereit und begeisterungsfähig sind

Wie die Schule organisiert und gebaut ist

  • Errichtet auf einem sandigen, steppenartigen Gelände, am Rand der Kleinstadt Mafeteng
  • Mehrere kleine, rechteckige, einstöckige Gebäude, in denen zwei nebeneinander liegende Klassenräume Platz haben
  • Ein im gleichen Stil errichtetes Gebäude für die Verwaltung
  • Großer, sauber gehaltener Schulhof mit einem Wasserspender, umzäunt, Tor abends abgeschlossen
  • Keine staatliche Schule, die Eltern müssen einen Schulbeitrag entrichten
  • Vorschule für Kinder von 3 bis 6 Jahren (Creche)
  • sieben Klassenstufen
  • Klassenstärke von 50 bis 64 Kinder
  • Eine Schulleiterin, 18 Lehrer/innen, eine Verantwortliche für die Vorschule (Creche),eine Sekretärin

Wie die Tage während unseres Aufenthalts verliefen

  • Mit Unterrichtsbesuchen
  • Mit Kontakten zu den Kindern
  • Mit Informationen, Gesprächen, Beratungen und Planungen
  • Mit von der Schule organisierten Ausflügen in die Umgebung
  • Mit Treffen an den Abenden dienstlicher und privater Art

Was uns am meisten beeindruckte

  • Die herzliche Aufnahme und Gastfreundschaft aller Menschen, denen wir begegneten – dadurch war ein rascher und naher Kontakt möglich
  • Die Lernbereitschaft, Begeisterung und Motivation der Kinder einerseits, die auch bei einer Klassenstärke von 50 bis 64 Kindern nicht abnahm, ihr kindliches und fröhliches Verhalten in der Pause beim Toben und Spielen andererseits
  • Bei den Besprechungen mit den Lehrern: Die Fähigkeit zur sachlichen Auseinandersetzung und die Konzentration auf das jeweilige Thema
  • Der Stolz der Lehrer auf die einfachen, nur mit dem Notwendigsten ausgestatteten Schulräume und auf die 42 Computer

Wo wir wohnten

Im „Trainingscenter“, einem von katholischen Schwestern geführten Guesthouse, einfach, sauber, ruhig, mit praktisch eingerichteten Zimmern und Duschen. Gute Gastfreundschaft.

Was wir planen

  • Schulpartnerschaft zwischen der Kinsgate Primary School und dem Kolleg St. Sebastian
  • Einladung der Schulleiterin Mateboho Masui zu einem 14-tägigen Fortbildungsaufenthalt im Kolleg St. Sebastian
  • Sanierung / Neubau der sanitären Anlagen
  • Elektrifizierung sämtlicher Schulräume
  • Neuanschaffung moderner Computer mit Internetanschluss
  • Vermittlung von Volunteers aus Deutschland
  • Nachmittagsbeschäftigung für die Kinder: Einrichtungen für „Spiel und Spaß“
  • Weitere Ausbildung der Schüler nach dem Abschluss der 7. Klasse, in Lehrwerkstätten für diejenigen, die nicht die benachbarte Highschool besuchen

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